KSR SG-Sitzung vom 2. Juli 2025
Das thematische Input-Referat an der heutigen Sitzung hielt unser Ratsmitglied Prof. Dr. Heidi Zeller, Pflegewissenschaftlerin, ehem. Leiterin Kompetenzzentrum Demenz der OST. Mit ihren wertvollen und kompetenten Inputs stärkt sie unser Wissen und unser Verständnis zum Thema Demenz. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für unsere poli)sche Arbeit, insbesondere unsere Mitarbeit an der Überarbeitung der Demenzstrategie des Kantons St. Gallen.
Als Einstieg berichtet Heidi Zeller über die Resultate einer kürzlich erschienen schweizweiten Studie durch Forschende des Universitätsspitals Basel und der Universität Basel. In der Studie werden erhebliche Diskrepanzen zwischen den Geschlechtern in Bezug auf die Diagnose und Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen festgestellt. Dies zu Ungunsten der Frauen! Gleich – ja noch eindrücklicher – zeigt sich der Geschlechter-Gap in Bezug auf die Diagnostik und den Umgang mit Demenzerkrankungen bei Frauen und Männern. Heidi Zeller bezieht sich dabei auf internationale Studien; aus der Schweiz liegen keine entsprechenden Forschungsarbeiten vor. Erschreckend z.B. der Sachverhalt, dass sich frauenspezifische Biografien und geschlechtsspezifisches Engagement wie lebenslange Care-Arbeit – Sorge zuerst um die Kinder, dann die Eltern, dann den alternden Ehemann und die Grosskinder – die Disposition für demenzielle Erkankungen fördern. Die Erkenntnisse aus den internatonalen Studien haben die Mitglieder des KSR-SG sehr betroffen gemacht. In Bezug auf das Thema «Gender&Demenz» besteht ein grosser Bedarf an Forschung und Sensibilisierung – auch in der Schweiz.
Am 14. Mai 2025 nahmen Cornel Egger und Gion Pieder Casaulta für den KSR-SG an der vom Schweizerischen Seniorenverband und den Arbeitgeberorganisationen veranstaltetet Kongress zum Thema «AHV im Wandel» in Bern teil. Die beiden haben dazu einen Artikel in der Senioren-Zytig verfasst:
Unterlagen zur Tagung unter folgendem Link: https://www.seniorenfragen.ch/kongress2025/
Auf unsere Fragen z.B. zur Terminierung der Arbeiten zur Revision der Demenzstrategie, zum Timing für die Umsetzung des Spezialisierten Langzeitpflege, zur Revision des Gesundheitsgesetzes, zur Neuausrichtung Fachkommission für Altersfragen sind von den beiden betroffenen Departementen, dem GD und dem DI, entsprechende Antworten eingetroffen, so dass der KSR-SG die diesbezügliche Mitarbeit planen kann.