KSR-AR Sitzung vom 1. Juli 2026
Der Kantonale Seniorinnen- und Seniorenrat Appenzell Ausserrhoden (KSR-AR) führte am 1. Juli ein Gespräch mit Regierungsrat Yves Noël Balmer über die Gesundheitsversorgung und das Sparpaket 25+, wie er in einer Medienmitteilung schreibt. Balmer betonte demnach die Herausforderungen durch gebundene Kosten im Gesundheitssektor, die rund 80 Millionen Franken ausmachen. Diese binden den Grossteil des Budgets, wodurch der Handlungsspielraum begrenzt sei.
Der Regierungsrat hob laut Mitteilung hervor, dass Gesundheitsfragen über die medizinische Versorgung hinausgehen. Gemeinden stünden vor der Aufgabe, ihre Infrastruktur an demografische Entwicklungen anzupassen. Balmer wies darauf hin, dass trotz gesetzlicher Rahmenbedingungen Lösungen für Alterswohnungen gefunden werden könnten, indem Gemeinden Vereinbarungen über Pflegekosten treffen.
Balmer stellte zudem die Frage nach der Priorisierung von Investitionen: Soll das Geld in die Jugend und Prävention oder in die alternde Bevölkerung fliessen? Er kritisierte die mangelnde Attraktivität des Hausarztberufs und betonte die Notwendigkeit einer übergreifenden Gesundheitsplanung.
Der vor einem Jahr gegründete KSR-AR betont in seiner Mitteilung die Bedeutung eines generationsübergreifenden Dialogs für zukunftsfähige Lösungen und möchte den Austausch fortsetzen. (pd/maf)