, Hansruedi Duss

Wohnen im Alter

in Zusammenarbeit mit der Pro Senectute Rorschach

 

Einleitend informierte Hansruedi Duss, Vorstandsmitglied des Verbandes für Seniorenfragen über die Idee des Anlasses. Der Verband für Seniorenfragen hat die Zusammenarbeit mit der Pro Senectute zu diesem Thema gesucht. Beide Institutionen haben sich zum Ziel gesetzt, die Gesetzgebung und andere öffentliche und private Regelungen, vor allem auch in der Politik, zu Gunsten der älteren Generation zu beeinflussen.Die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung wünscht sich, auch im hohen Alter in den eigenen vier Wänden leben zu können. Doch wie lässt sich dieser Wunsch realisieren? Welche alternativen Wohnformen gibt es in der Region, die den Bedürfnissen älterer Menschen gerecht werden?Diese und weitere Fragen standen im Zentrum der Veranstaltung. Die grosse Anzahl von über 120 teilnehmenden
Personen zeigt, dass das Thema «Wohnen im Alter» von grossem Interesse ist.

Kompetente Referenten nahmen dazu Stellung:Pro Senectute Rorschach Stellenleiter Dirk Rohweder:Zusammenfassend kann gesagt werden: Es besteht eine hohe Zufriedenheit bei der Wohnsituation der älteren Bevölkerung. Die Mieten sind jedoch häufig  ein finanzielles Problem. Besonders herausfordernd ist es für Personen, die EL zur AHV beziehen (12,3 %). 42 % der Menschen über 62 Jahren benötigen mindestens eine Betreuungsleistung, um selbstbestimmend in den eigenen vier Wänden alt werden zu können.

Referent Dirk Rohweder informierte, dass Pro Sencetute kostenlos Auskunft gibt und beratet, vermittelt Hilfe und Betreuung zu Hause. Eine  ausgebildete Sozialarbeiterin informiert und gibt kompetente Auskunft. Es wird auch Gelegenheit geboten zum persönlichen Austausch, Informationen und Unterhaltung im Kaffee «Negropont».

Marco Prietzel informiert, dass im Pelago für 85 Personen Möglichkeiten geboten werden. 100 Mitarbeitende sind für die individuelle Betreuung zuständig. Dabei wird für eine herzlichen Atmosphäre gesorgt. Sowohl ein stationärer, sowie auch ein Kurz-, Tages- oder Nachtaufenthalt ist im Pelago möglich.

Frau Stadträtin Ariane Thür Wenger, Rorschach und Vorstandsmitglied der Genossenschaft Alterssiedlung Rorschach informierte über die Genossenschaft Alterssiedlung Rorschach. In der Alterssiedlung sind 50 Wohnungen vermietbar. ½, 2 und 2 ½ Zimmerwohnungen. 20 % der Wohnungen können auch an Personen unter 50 Jahren vermietet werden. Im ganzen Haus sind gute Infrastrukturen vorhanden. Ein Meldeknopf ist in jeder Wohnung vorhanden. Der Hauswart kontakt jedes Zimmer am Morgen, ob die Personen gut reagieren oder sich melden. Jährlich werden vier bis fünf Anlässe für die Bewohner organisiert. Im Jahr 2026 wird ist grosser Umbau bzw. Renovation vorgesehen.

Frau Yolanda Dörig als Präsidentin der Genossenschaft Alterssiedlung Rorschacherberg informiert über die Angebote im Gebäude der «Genossenschaft Alterssiedlung Rorschacherberg. 37 altersgerechte 1 ½ oder 2 ½ Zimmer mit Balkon stehen zur Verfügung. Teilweise sind Sitzgelegenheit im Freien im Angebot. Gelegenheit wird angeboten an diversen Veranstaltungen teilzunehmen. Auch Verpflegungsmöglichkeiten in der Nähe sind möglich.

Bruno Zürcher orientierte über die Genossenschaft Neumühle in Goldach.Es wird eine Generationenwohnprojekt entwickelt, das Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen zusammenbringt. Es sollen Wohneinheiten mit 2 ½ und 3 ½ Zimmer Wohnungen entstehen, die bewusst eher klein gehalten sind. Dafür sollen viele Gemeinschafträume integriert werden. Das Ziel ist, dass sich die Bewohner aktiv am Gemeinschaftsleben beteiligen und sich im Alltag gegenseitig unterstützen.  

Die anschliessende Diskussionsrunde, die Hansruedi Duss moderiert wurde wurde rege benutzt. Die Fragen konnten kompetent beantwortet werden. Es wurde auch darauf hingewiesen, dass die Frage «Wohin im Alter» sehr aktuell ist. Auch dass zu wenige Möglichkeiten in der Region vorhanden sind. Frau Stadträtiin Arian Thür Wenger wies darauf hin, dass eine regionale Kommision konzipiert ist, die sich dem Thema «Alter» widmet und demnächst informieren wird.

Am abschliessenden Apéro, organisiert vom «Negro Pont», bot sich eine weitere Gelegenheit, mit den Referenten zu ddiskutieren. Besten Dank dem Team «Negro Pont» für den hervorragenden Apéro.